We ♥ Fashion

von Julia Rauscher

„Hey du da, darf ich dich für meinen Modeblog fotografieren? Ich mag deinen Look!“ So oder zumindest so ähnlich mag es sich wohl anhören, wenn Ivan Rodic, Gründer des Streetstyle-Blogs „Facehunter“, ein neues und in seinen Augen sehr modisches „Opfer“ für seinen Modeblog gefunden hat.

Ivan reist, fotografiert und postet. So simpel und unspektakulär dies erscheint, so enorm und gewaltig ist der Einfluss, den jedes einzelne Foto auf den Modeblogs auf die Modewelt zu haben scheint. Denn liebe Leute aufgepasst: The fashion world has changed! Und dies nicht zu knapp. Lasst es mich, und damit übertreibe ich keineswegs, wie folgt ausdrücken: Das Aufkommen der Blogs hat zu einer Revolution in der Modewelt geführt! Die Zeiten, in denen das Entwerfen von Kleidung und das Setzen von Trends einem elitären Kreis, nämlich allein den Modeschöpfern vorbehalten waren, sind vorbei. Heute sind es die Blogger, die darüber entscheiden, was gerade in und was out ist. Und sie sind es auch, die die großen Designer in der ersten Reihe ihrer Modeschauen sehen wollen und nicht eine Lindsay, „verdammt ich sitz grad im Gefängnis“ Lohan oder andere der sogenannte VIPs. Berichtet ein In-Blogger nach einer Fashionshow positiv darüber, ist ein Erfolg der Kollektion garantiert.

So, und wer nun neugierig geworden ist und wissen möchte, welches DIE Modeblogs in Deutschland sind: E voilà: Ich präsentiere, die meiner Meinung nach besten und einflussreichsten Modeblogs aus Deutschen Landen. Zunächst wäre da der Blog „Les Mads“. Hier berichten die Autorinnen von angesagten Fashionweeks und ihren Shoppingtrips und lassen, mit ihren stylischen Fundstücken, jedes Frauenherz höher schlagen. Ein weiterer kennenswerter Blog ist „Stil in Berlin“. Im Mittelpunkt steht hier der zeitgenössische Berliner Straßenstil, der durch exklusive Fotografien präsentiert wird. Meiner Meinung nach ein Muss für jeden Fashion-Fan. Zudem zaubert dieser Blog jedem Besucher ein Lächeln auf die Lippen, betrachtet man die, na sagen wir mal teilweise gewöhnungsbedürftigen Outfits der Berliner Bevölkerung. „Dandy Diary“ richtet sich an Männer, Frauen und Ladyboys und ist, wie der Name schon sagt, stark von den Elementen des Dandytums geprägt. Der Blog ist extravagant und spricht eine eher speziellere Zielgruppe, also nicht das Mainstream-Publikum, an. Der letzte Blog, auf den man meiner Meinung nach unbedingt geklickt haben sollte, ist „La Liste des Desiderata“. Dort findet man Lieblingsstücke der Autoren wie Schmuck, Autos und Kleidung, die ihrer Ansicht nach für einen selbst unerreichbar sind. Es handelt sich also um eine Art bebilderten Lifestyle-Wunschzettel mit Wünschen, die höchstwahrscheinlich leider nie in Erfüllung gehen werden.

Fazit: Wer modisch auf dem neusten und angesagtesten Stand sein möchte, kommt in der heutigen Zeit nicht an den virtuellen Laufstegen vorbei.

Mein Schlusswort überlasse ich dem großen, allmächtigen Karl „wir lieben dich“ Lagerfeld, der, oh ich werde ganz rot, meiner Ansicht ist: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode.“